Bündnisgrüne zum Wegekonflikt im Nationalpark Sächsische Schweiz

 

Paul Löser, Grüner Stadtrat in Sebnitz, und Nino Haustein, Kreisvorstandsmitglied und Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, betonen: “Wir bekennen uns zum aktuellen Wegekonzept des Nationalparks. Es sorgt dafür, dass sich die vielen Besucherinnen und Besucher unseres Nationalparks in der Fläche verteilen und sich nicht ausschließlich auf wenige Wege konzentrieren. Dieses bildet somit die Basis für eine umfangreiche Wahrnehmung der Natur und eine Sensibilisierung für die Schönheit des Nationalparks.”

“Wir werben gleichzeitig um Verständnis für den Nationalpark in dieser sehr außergewöhnlichen Situation. Die Sicherheit der Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter muss an dieser Stelle oberste Priorität haben. Wenn die Nationalparkverwaltung einen Beräumungseinsatz in Hinblick auf den Arbeitsschutz für nicht verantwortbar hält, dann gilt es dies zu akzeptieren”, unterstreicht Löser und fügt hinzu: “Allgemein gilt, dass wir nicht immer neue Verbalattacken zünden und Ultimaten aufstellen sollten, denn das bringt uns dem langersehnten Ziel des uneingeschränkten Wandererlebnisses kein Stück näher.”

Haustein verdeutlicht: “Es gilt auch die Ursachen des aktuellen Baumsterbens zu benennen. Die Klimakrise mit ihren Hitze- und Dürresommern in den letzten Jahren hat die Bäume geschwächt und die Borkenkäferpopulation stark vermehren lassen. Die Herbst- und Frühjahrsstürme taten ihr Übriges. Wirksamer Klimaschutz ist somit essentiell, um die Zukunft unseres Waldes zu sichern. Der Wald, die Artenvielfalt und die Natürlichkeit sind die Grundlage für eine erfolgreiche Tourismuswirtschaft. Diese Grundlagen und diese Einzigartigkeit unserer Region gilt es auch in Zukunft zu bewahren.” Löser ergänzt: “Dass die Stadt Sebnitz einen neuen Parkplatz mitten im Nationalpark bauen will, torpediert diesen Schutz. Ein neuer Parkplatz sorgt nicht nur für mehr Abgase, Lärm und Flächenversiegelung im Nationalpark, sondern widerspricht auch dem Ziel eines verkehrsberuhigten Kirnitzschtals.”

Haustein weiter: “Unser Ziel muss mittelfristig ein möglichst sanfter und naturnaher Tourismus sein. Wie fragil der Massentourismus ist, verdeutlicht aktuell die Corona-Pandemie. Krisen bieten jedoch auch die Chance eines Aufbruchs. Wohin soll sich der Nationalpark in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Diese Frage gilt es in den nächsten Jahren mit allen Akteuren und mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft zu diskutieren. Nur im Dialog können wir die immer wieder aufflammenden Konflikte rund um den Nationalpark langfristig befrieden.”

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