Zur Zukunft der Stahlproduktion und guter Arbeit

Der bündnisgrüne Bundestagskandidat Nino Haustein sprach bei einem Besuch des Edelstahlwerks Freital mit dem Betriebsratsvorsitzenden Peter Welzel.

Die Zukunft der Stahlproduktion sowie gute Arbeit im Jahr 2021 – darüber sprachen Nino Haustein, der bündnisgrüne Direktkandidat für die Bundestagswahl, und Lydia Engelmann, bündnisgrüne Freitaler Kreis- und Stadträtin am 17. August mit Peter Welzel, dem Betriebsratsvorsitzenden des Edelstahlwerks Freital.

„Besonders überraschend war für mich, dass Herr Welzel ebenfalls die Zukunft der Stahlindustrie in der Herstellung nachhaltigen, ‚grünen‘ Stahls sieht“, berichtet Nino Haustein. Die hohen Investitionskosten für die Betriebe der Stahlproduktion seien jedoch bei den niedrigen Eigenkapitalsummen nicht so schnell zu machen. „Sinnvoll sind hier also Investitionszuschüsse und Klimaverträge mit der öffentlichen Hand, die Unternehmen langfristige finanzielle Sicherheit und Planung ermöglichen.“ Sogenannte Carbon Contracts for Difference seien ein wichtiges Element für den Umstieg auf klimaneutrale Stahlproduktion.

Lydia Engelmann, Nino Haustein und Peter Welzel vor dem Stahlwerk Freital

„Zugleich müssen wir dafür sorgen, dass steigende CO2-Preise nicht zu sozialen Ungerechtigkeiten führen und die sozial Schwachen zusätzlich belasten“, so Haustein weiter. In diesem Punkt seien sich Welzel und Haustein schnell einig gewesen. „Ein Energiegeld als Ausgleich für nachhaltiges Verhalten sowie eine Steuerpolitik, die gerade Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen entlastet und fördert, braucht es für echten Klimaschutz.“

„Außerdem haben wir mit Peter Welzel über das Thema ‘Gute Arbeit‘ gesprochen“, so Haustein weiter. Die Forderungen des Betriebsrates nach einer kürzeren Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche sei gerade für jüngere Menschen, aber auch für Familien sowie die Anpassung an westdeutsche Arbeitszeiten von Bedeutung.

Führung durch das Stahlwerk

„Die Errichtung einer Betriebs-Kita war Herrn Welzel ebenfalls ein wichtiges Anliegen“, ergänzt Kreis- und Stadträtin Engelmann, „Da wir in Freital aktuell einen Mangel an Kita-Einrichtungen haben, kann eine solche Betriebs-Kita der Stadt nur gut tun.“ Neben der Nachwuchsförderung sei dies ein Punkt, denn sich die Kommunalabgeordnete für die weitere politische Arbeit mitgenommen habe.

„Das Treffen bestätigte mich noch einmal, dass neben dem Klimaschutz auch soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung für unsere Heimatregion haben.“, schließt Haustein ab.

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