Solidarität

Denk-Mal

In der Schössergasse von Pirna erinnert diese Gedenktafel an jüdisches Leid, das vor 85 Jahren in Deutschland begann und europaweit zum unbeschreiblichen Ausmaß des Holocaust, der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens, führte.

Banden der NSDAP konnten marodierend durch Straßen in Pirna oder anderswo ziehen, weil unsere Großeltern und Eltern begannen, wegzuschauen und sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Antisemitismus und Rassismus trugen zum millionenfachen Tod von Jüdinnen und Juden in den Jahren von 1938 bis 1945 bei. Daraus resultiert unsere Verpflichtung für den Schutz jüdischer Menschen und auch unser Eintreten gegen jede Form von menschenverachtender Ausgrenzung.

Gegenwart

Am 07.10.23 ermordeten islamistische Hamas-Terroristen unschuldige, vorwiegend jüdische Menschen in unbeschreiblicher Brutalität. Sie quälten, verstümmelten und entführen Männer, Frauen und Kinder. In Israel wurde dieser Anschlag sofort verstanden: Es war die Botschaft, dass es keinen sicheren Rückzugsort für Jüdinnen und Juden geben soll. Nicht in Israel, nirgendwo auf der Welt.

Leider fühlen sich auch in Deutschland Antisemiten nun wieder bestärkt.

Nehmen wir deshalb unsere Verantwortung wahr: Schweigen wir nicht. Schauen wir nicht weg. Stehen wir an der Seite von Jüdinnen und Juden in Deutschland.

Unteilbare Solidarität

Und weil Solidarität mit den Menschen unteilbar ist, trauern wir um die jüdischen Opfer des Hamas-Terroranschlages und um die Opfer im Gaza-Streifen wie auch im Westjordanland. Auch für das Leiden und den Tod dieser unschuldigen, palästinensischen Menschen tragen die Hamas-Terroristen die Verantwortung.

Zukunft

Niemand kann den weiteren Verlauf des Krieges voraussagen. Wir hoffen inständig auf Versöhnung zwischen Jüd*innen und Palästinenser*innen sowie auf eine staatliche Lösung, die in Zukunft ein friedliches Zusammenleben ermöglichen wird.

Weiter denken

Wir empfehlen zwei Videos zur Inspiration und weiteren thematischen Auseinandersetzung:

Dr. Robert Habeck zu „Israel und Antisemitismus“ (02.11.2023)

Dr. Robert Habeck im „Gespräch mit dem Pianisten Igor Levit“ (09.11.2023)

 

Dr. Bärbel Falke & Dieter Wiebusch

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