Der Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen neuen Kreisvorstand gewählt und wirbt für eine Anpassung des Landeskitagesetzes.
Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, haben die Mitglieder des Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen neuen Kreisvorstand gewählt. Matthias Gottschalk, bisher Co-Sprecher des Kreisverbandes, wurde im Amt bestätigt.
„Viele Menschen wollen eine sozial gerechte und nachhaltige Politik. Das hat die Eintrittswelle in die Partei im vergangenen Jahr gezeigt. Für mich bedeutet das auch: Langfristig sind stabil über fünf Prozent an Stimmen bei Wahlen für uns in unserem Landkreis möglich! „Der Kreisverband ist im Landkreis breit aufgestellt und gefragt. Ob der geplante Lithium-Abbau in Altenberg, die angespannte Situation der Kitas oder das Klageverfahren gegen den Nationalpark: Bereits heute bringen wir Bündnisgrüne Expertise im Sinne der Menschen hier vor Ort ein, um die Zukunft sozial gerecht und nachhaltig zu gestalten.“
– Matthias Gottschalk, Sprecher des Kreisverbandes
Ebenfalls durch die Mitgliederversammlung bestätigt wurden Mario Noack als Schatzmeister und Lucia Bellora-Bienengräber als Beisitzerin. Ines Kummer, bisher Co-Sprecherin, sowie Lydia Engelmann und Hannes Merz, bisher Beisitzerin und Beisitzer, traten nicht wieder an.
„Ich bin Ines Kummer, Lydia Engelmann und Hannes Merz sehr dankbar für ihre Tätigkeit im Kreisverband. Alle drei haben den Kreisverband durch ihre Arbeit in den vergangenen Jahren geprägt und dafür gesorgt, dass wir heute positiv in die Zukunft schauen. Umso mehr freut es mich, dass sie uns durch ihre Mandate in Kreis- und Stadtrat sowie durch die Arbeit in verschiedenen Gremien erhalten bleiben.“
– Matthias Gottschalk, Sprecher des Kreisverbandes
Neben der Wahl eines neuen Kreisvorstandes hat sich die Mitgliederversammlung für eine Anpassung des Landeskitagesetzes ausgesprochen, um die aktuell vielerorts diskutierten Schließungen von Kindertageseinrichtungen zu verhindern und die Betreuung in den Kitas zu verbessern.
„Sachsen ist bundesweit Schlusslicht bei der frühkindlichen Bildung. Anstatt die sinkenden Geburtenzahlen für Einsparungen zu nutzen, sollte dies viel eher als Chance für unsere Kinder gesehen werden. Wenn die Zahl der Pädagoginnen und Pädagogen gleichbleibt und die Kinderzahlen sinken, verbessert sich automatisch der Betreuungsschlüssel. Die pädagogischen Fachkräfte können so besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Das verbessert die frühkindliche Bildung enorm, von der später auch Schulen und die Wirtschaft profitieren.“
– Matthias Gottschalk, Sprecher des Kreisverbandes
Um das zu erreichen, fordert die Mitgliederversammlung die Festschreibung der Zuwendungen zur Bereitstellung von Kitaplätzen und -personal auf Landes- sowie kommunaler Ebene, eine Herabsetzung des derzeit geltenden Betreuungsschlüssels sowie die Aufstellung eines Sondervermögens für Kita-Investitionen durch die Landesregierung, um notwendig Sanierungs- oder Baumaßnahmen der Kommunen zu unterstützen. Der vollständige Antragstext liegt dieser Presseinformation bei.
Zum Hintergrund:
Eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung und der Uni Wien kam zu dem Ergebnis, dass nur wenige sächsische Kitas die empfohlene Personalausstattung einhalten. 84 Prozent der sächsischen Kitas verfügen über weniger als 60 Prozent des vorgegebenen Personals. Damit ist Sachsen im bundesweiten Vergleich Schlusslicht. Das hat zur Folge, dass der Bildungsauftrag in diesen Einrichtungen nur unzureichend umgesetzt werden kann.

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