Am 31.03.2026 fand in Krupka (Tschechien) eine öffentliche Debatte zum geplanten Abbau von Lithium auf beiden Seiten der Grenze statt. Mit ca. 80 Teilnehmenden war das städtische Kulturhaus gut gefüllt. Unsere Kreisarbeitsgemeinschaft „Lithium“ war mit fünf Mitgliedern vertreten, weitere deutsche Teilnehmer kamen vom BUND Sachsen.
Zunächst hielten die Vertreter der Bürgerinitiativen Kamila Vítek Derynková (Cinovec) und Jens Weber (Grüne Liga) Eingangsvorträge zum Stand der Planungen von Zinnwald Lithium auf deutscher und Geomet auf tschechischer Seite. Anschließend gab es Stellungnahmen von mehreren regionalen Politikern (Bürgermeister von Dubi, Vertreter der Stadt Teplice).
Auch wenn es hier unterschiedliche Meinungen gab, überwog die Skepsis bezüglich der Zerstörung der Natur und Gefährdung der Ortschaften in Nordböhmen und Osterzgebirge, insbesondere Zinnwald/Cinovec sowie Liebenau. Die von 500 Jahren Bergbau gezeichnete Landschaft in Nordböhmen und Osterzgebirge ist in den vergangenen 30 Jahren mit Millionen von Steuergeldern erfolgreich renaturiert worden – und soll nun wiederum zerstört werden? Fragen der Bergsicherung, der Abraumentsorgung und des Wasserbedarfs dieses Großprojektes sind aus Sicht der Teilnehmenden bisher nur unzureichend geklärt.
Die lebhafte Diskussion im Anschluss an die Vorträge wurde teilweise simultan übersetzt und als sehr sachorientiert und respektvoll wahrgenommen. Zukünftig soll der deutsch-tschechische Austausch intensiviert und die Kontakte enger gepflegt werden.





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