Kürzungskonzept des VVO – BÜNDNISGRÜNE: „Kretschmer und Kraushaar sind jetzt gefordert!“

Pressemitteilung
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Laut einer Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) soll der werktägliche S-Bahn-Verkehr der Linie S3 zwischen Tharandt, Klingenberg-Colmnitz und Freiberg ab dem nächsten Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 eingestellt werden. Zudem werden einschneidende Kürzungen im S-Bahn-Verkehr und im Zugverkehr im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Rahmen eines „Reduktionskonzepts“ des VVO geprüft, so auf den Linien S1 und S2 sowie die Kompletteinstellung der RB-Linie 71 zwischen Pirna, Neustadt und Sebnitz. Hintergrund sind deutlich gestiegene Trassenpreise infolge eines EuGH-Urteils vom März diesen Jahres. Die Grünen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge warnen vor einer Abwärtsspirale, sollte die Sächsische Staatsregierung nicht dringend mehr Mittel für den Bahnverkehr im Landeshaushalt einstellen.

Die Grünen Kreisrät*innen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Ines Kummer (GRÜNE), Sabine Pelz (GRÜNE) und Jens Heinze (GRÜN der Zeit) kommentieren die Entscheidung des Verkehrsverbundes Oberelbe wie folgt: „Die Streichung der S-Bahn-Linie S3 nach Freiberg ist ein ziemlicher Schlag für Tharandt, Klingenberg und Dorfhain. Die verlängerte S-Bahn-Linie hat vor allem in den Morgen- und Nachmittagsstunden den vollen Regionalverkehr zwischen Dresden, Freital und Tharandt entlastet. Gerade im Feierabendverkehr drohen bald unhaltbare Zustände. Der ÖPNV lebt von Verlässlichkeit – das ist neben Pünktlichkeit auch eine gute Taktfolge. Die Kürzung auf der S3 ist ein Vertrauensbruch, der schwer wieder zu beheben sein wird. Jetzt sind Ministerpräsident Kretschmer und Infrastrukturministerin Kraushaar gefordert, eine Finanzierung im Landeshaushalt abzusichern, damit nicht der Bahnverkehr auch in anderen Regionen unseres Landkreises ausblutet. Wir GRÜNE fordern die Sächsische Staatsregierung auf, mit dem VVO eine Lösung für den Erhalt der S-Bahn bis Freiberg und für den Erhalt der weiteren Bahnlinien im Landkreis vorzulegen.“

„Seit dem Trassenpreisurteil im Frühjahr war klar, dass die Verkehrsverbünde mehr Geld brauchen, um den Bahnverkehr zu finanzieren. Für das VVO-Gebiet fehlen aktuell 8,8 Millionen Euro für die weitere Bestellung der Zugverkehre im jetzigen Umfang. Wir fragen uns, was Michael Kretschmer und Regina Kraushaar seit dem Frühjahr unternommen haben, um einen Kahlschlag im Bahnverkehr abzuwenden? Wenn im Landeshaushalt nicht mehr Geld für den Bahnverkehr im ländlichen Raum bereitgestellt wird, droht unser Landkreis zur Region zweiter Klasse abgestuft zu werden.“

Die Fahrgäste der im Pendlerverkehr sehr beliebten S-Bahn-Züge der S3 zwischen Dresden, Tharandt und Freiberg mussten bereits in den letzten Monaten baustellenbedingt zusätzliche Zeit einplanen bzw. komplett auf Züge des Regionalverkehrs (RE 3 und RB 30) ausweichen, welche in den Nachmittagsstunden zwischen Dresden und Freiberg sehr gefüllt waren.

Pressekontakt:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Schloßstraße 4, 01796 Pirna

E-Mail:
Website: gruene-soe.de
Telefon: 03501 / 466 884

Hintergrund:
Pressemitteilung zu den beschlossenen Kürzungen im Gebiet des VVO ab Dezember 2026: https://www.vvo-online.de/de/vvo/presse/pressemitteilungen-239.cshtml

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