Grüner Tag 2026

Gemeinsam an Ideen für die Zukunft arbeiten. Das ist das Ziel des Grünen Tages, welcher in diesem Jahr im Leipziger Kubus stattfand. Umrahmt von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion haben mehr als 200 Bündnisgrüne Mitglieder in acht Workshops über Fragen zu mehr sozialer Gerechtigkeit diskutiert.

Spannende Impulse

„Wir werden Menschen nicht an Leistungen messen, sondern an Würde.“ Dr. Gregor Heidbrink, Missionsdirekter der Diakonie Leipzig e.V. Foto: Matthias Gottschalk.

Bevor es in die inhaltliche Arbeit ging, lieferten Vorträge von Ursula Nonnemacher, ehemalige Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, sowie Dr. Gregor Heidbrink, Missionsdirektor des Diakonie e.V. Leipzig, wichtige thematische Impulse. Ursula Nonnemacher ging in ihrem Vortrag auf gesundheitspolitische Herausforderungen ein und betonte, dass Prävention mehr in den Fokus rücken muss. Deutschland verfügt über eines der teuersten Gesundheitssysteme weltweit, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt demgegenüber nur im Mittelfeld. Dr. Heidbrink wurde in seiner Rede deutlich. Die Pläne der AfD im Bereich der Inklusion sieht er als Abkehr von der im Grundgesetz festgeschrieben Würde des Menschen.

Acht Workshops

Alle Workshops trafen auf reges Interesse der Teilnehmer*innen. Foto: Matthias Gottschalk.

Acht Workshops zu unterschiedlichen Themen wurden angeboten: „Ökologisch.Gerecht.Sozial“, „Mobilität & Räume lebendig und sozialgerecht gestalten“, „Arbeit, Wirtschaft, Solidarität“, „Lernen, Wissen & Wissenschaft – Zugang und Chancen für alle“, „Gut versorgt – Teilhabe, Gesundheit und soziale Absicherung für Alle“, „Faire Regeln – Recht & Rechtsstaatlichkeit, lokal und europäisch“, „Menschenrechte, Gleichstellung & Chancengleichheit“ sowie „Kulturelle Teilhabe – Zugang zu Kultur, Sport und Gemeinschaft für alle“.

Verschiedenste Frage wurden im Vorfeld durch die LAG für jedes Themenfeld gesammelt. Die Teilnehmer*innen des Grünen Tages wählten daraus drei Fragen aus, die in den Workshops behandelt wurden. Zuerst in kleinen Gruppen und anschließend im Plenum wurden die Ergebnisse zusammengefasst und vorgestellt. Die gesammelten Impulse fließen in die weitere thematische Arbeit des Landesverbandes ein.

Lebhafte Diskussion

Die Podiumsdiskussion unter Heiko Knopf bildeten den Abschluss des Grünen Tages 2026. Foto: Matthias Gottschalk.

Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion unter Moderation des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Heiko Knopf. Als Gäste stellten sich Ricarda Lang (MdB), Ninia LaGrande (Schriftstellerin, Bloggerin, Slam-Poetin und Moderatorin), Nele Alband (Sächsische Landjugend) und Michael Blanco Perez (Musiker) der Frage „Raus aus der Selbstbeschäftigung: (Wie) kommt grüne Gerechtigkeit eigentlich an?“

In einer offenen und ehrlichen Runde haben die Beteiligten deutlich gemacht, dass wir als Bündnisgrüne den Diskurs weiterhin suchen und direkt auf die Menschen zugehen müssen. Oftmals reden wir an den Lebenswirklichkeiten der Menschen vorbei und halten uns mit Fragen auf, die im Alltag der Menschen keine Rolle spielen. Ricarda Lang fasste die Diskussion gut zusammen, indem sie zu mehr Mut zu programmatischen Lücken und einem offenen Diskurs anmahnte. Ebenfalls so äußerte sich Michael Blanco Perez und gab den Teilnehmer*innen mit, wieder öfter die Kneipe zu besuchen. Dort könnten die Menschen diskutieren und gehen am Ende trotzdem freundlich auseinander.

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