Presseinformation: „Chancen zur Lenkung nutzen“

Noch bis zum 6. Juli 2026 liegen die Pläne des regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal/Osterzgebirge zum Teilregionalplan Windenergienutzung zur Bürgerbeteiligung aus. Zu den Plänen äußert sich Matthias Gottschalk, Sprecher des Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wie folgt:

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist elementar, um das Ziel einer nachhaltigen, günstigen und unabhängigen Energieproduktion zu erreichen. Windenergie nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Mit der Ausweisung von Windvorranggebieten kann der Zubau kontrolliert stattfinden. Dieses Verfahren ist durch den Deutschen Bundestag und den Bundesrat verabschiedet worden, es hat alle Instanzen der Legislative erfolgreich durchlaufen. Wenn sich dann André Barth im Kreistag des Landkreises hinstellt und zur Missachtung bestehender Gesetze aufruft, zeigt das eindeutig, dass er nicht auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und für das Amt des Bürgermeisters in Altenberg nicht geeignet ist.

Mit der Fortschreibung des Teilplanes Windenenergienutzung kann der Ausbau der Windenergie gesteuert werden. Diese Chance zur Lenkung müssen wir nutzen, da sonst der vielfach befürchtete „Wildwuchs“ an Windrädern möglich wäre. Gleichzeitig sind einige der vorgestellten Gebiete aus unserer Sicht ungeeignet. Zum einen liegt das Gebiet zwischen Wehlen und Lohmen direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz und damit an einer äußerst schutzwürdigen Landschaft. Zum anderen muss die Verteilung der geplanten Gebiete über den Landkreis aus unserer Sicht geändert werden. Stolpen und Dippoldiswalde werden überdurchschnittlich stark beansprucht und von Windvorranggebieten beinahe umschlossen. Die Burg Stolpen als wichtige Landmarke würde dadurch erheblich einschränkt werden. Hier lässt es die Planungsbehörde an Augenmaß missen.

Dass die ländlichen Regionen eine größere Last beim Ausbau der erneuerbaren Energien tragen, ist nachvollziehbar. Die Abstandsgebote sorgen dafür, dass Windenergieanlagen in Städten kaum umsetzbar sind. Umso unverständlicher ist für mich der Beschluss des Dresdner Stadtrates, gegen die Ausweisung einer kleinen Fläche in der Dresdner Heide zu stimmen. Wenn die Energiewende gelingen soll, müssen alle ihren Teil dazu beitragen. Das gilt auch für Städte.“

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