Einmal im Jahr lädt der Landesverband Sachsen von Bündnis 90/Die Grünen alle Kreisverbände zu einem Workshop-Tag ein. Im Fokus steht dabei die Weiterbildung bei Themen, die die Kreisverbände selbst benannt haben. Am 5. September war es wieder so weit.
Selbstgewähltes Programm
Im Dresdner „Riesa Efau“ trafen sich die Kreisverbände und der Landesverband, um gemeinsam einen Tag voller Workshops, Gespräche und Vernetzungen zu begehen. Im Vorfeld waren die Kreisverbände gefragt worden, welche Themen für sie wichtig waren und in verschiedenen Workshops besprochen werden sollten. In drei Sessions á drei Workshops wurde u.a. über Moderations- und Präsentationsmethoden, Rhetoriktraining und Neumitgliederansprache informiert und Erfahrungen geteilt.
Für unseren Kreisverband hat unser Sprecher Matthias teilgenommen und die drei Workshops „Argumentieren gegen Rechts“, „Wahlkampf auf kommunaler Ebene“ und „Rhetoriktraining“ besucht. Viele der in den Workshops vermittelten Inhalte sind für unsere Arbeit im Kreisverband relevant und werden in künftige Planungen mit einziehen. Einen kurzen Überblick geben wir an dieser Stelle.
Wissen für die Praxis
Beim Workshop „Argumentieren gegen Rechts“ stand vor allem das Erkennen von Gesprächsteilnehmer:innen und der Umgang mit diesen im Fokus. Denn Gespräche an Info-Ständen werden stark davon beeinflusst, ob die Menschen nur ihren Frust abbauen oder tatsächlich ins Gespräch mit uns kommen wollen. Klare Grenzen zu setzen, zum Beispiel bei menschenfeindlichen oder rassistischen Aussagen, ist dabei genauso wichtig wie eine Diskussion auf Augenhöhe.
Im Workshop „Wahlkampf auf kommunaler Ebene“ berichtete Raoul Roßbach, politischer Landesgeschäftsführer des Landesverbandes NRW von Bündnis90/Die Grünen, über den dortigen Wahlkampf und die Strategie dahinter. Im Gespräch mit den Teilnehmer:innen wurde schnell klar, dass eine gute Strategie vor allem darin besteht zu wissen, was man nicht macht. Eine klare Definition der eigenen Möglichkeiten und Kapazitäten liefert meist schon den Rahmen, in dem Wahlkampf möglich ist.
Im letzten Workshop „Rhetoriktraining“ wurde anhand bekannten Transrapid-Rede von Edmund Stoiber aus dem Jahr 2002 analysiert, was eine gute Rede ausmacht. Hier kommt das „MISLA“-Konzept zum Tragen: Motivation, Ist-Zustand, Soll-Zustand, Lösung, Aufforderung. Warum wird eine Rede gehalten oder ein Text geschrieben, wie sieht das Problem aus, wie sollte die Zukunft aussehen, was ist die Lösung zur Erreichung der beschriebenen Zukunft und wie können alle Beteiligten das erreichen? Das Prinzip lässt sich auch in der Werbung wiederfinden, achtet mal darauf.
Positives Fazit
Der KV-Workshoptag wurde vom Landesverband bereits zum zweiten Mal angeboten. Die Rückmeldungen waren auch dieses Mal durchweg positiv. Vor allem der Praxisbezug wurde von den Teilnehmer:innen gelobt.
Ihr habt Fragen oder möchtet mehr zu den von Matthias besuchten Workshops wissen? Dann schreibt uns gerne an!
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